3. Weseler Singalong: Weihnachtsoratorium BWV 248

13.01.2020

Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach ist eines der populärsten Werke der Kirchenmusikgeschichte. 

Als sechsteiliges Oratorium für Solisten, gemischten Chor und Orchester wurden die einzelnen Teile erstmals vom Thomanerchor in Leipzig in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in der Nikolaikirche und der Thomaskirche aufgeführt. Das Werk ist geprägt von feierlichen Eröffnungs- und Schlusschören, die Vertonung der neutestamentlichen Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, schlichten Weihnachtschorälen sowie kunstreichen Arien. Dabei werden die sechs einzelnen Kantaten durch die Freude über die Geburt Christi miteinander verbunden. 

Das Besondere an der Aufführung ist das gemeinsame Musizieren in Form des SINGALONG, einer Art "Mitmach-Konzert". Die Idee des "Singalong" ist nicht neu. Bei einem Singalong werden große Chorwerke mit professionellen Orchestermusikern und Solisten besetzt, den Chor jedoch stellen ausschließlich die Besucher der Veranstaltung - nicht nur Zuhören, sondern mitten drin sein im musikalischen Geschehen, das ist der Sinn und Zweck eines Singalong. Jeder einzelne Besucher, als Teil des Singalong-Chores, gestaltet mit dem Orchester und den Solisten unter der Leitung des Dirigenten das Konzert und hat somit aktiven Anteil am Gelingen der Aufführung. 

Es ist ein unvergessliches Erlebnis, die Chöre und sogar die Arien inmitten eines ungewöhnlich großen und enthusiastischen Chores mitzusingen.